Spielen was Du hörst

Viele MusikerInnen träumen davon, das spielen zu können was sie hören. Und haben das Gefühl, genau das nicht zu können. All die großartigen Solos, Melodien, Schlagzeug-Fills, und so weiter, die niemals gespielt werden, weil sie nur in unseren Köpfen passieren…Spielen was Du hörst

Es gibt viele Anleitungen zur Improvisation. Eine umfassende Methode will ich hier aber gar nicht vorstellen. Ich möchte Euch nur eine kleine Idee anbieten: Warum zerlegen wir das große Ziel nicht in kleine Schritte? Und fangen ganz klein an? Weiterlesen

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Warum Ziele nicht so wichtig sind

Ziele sind ja in aller Munde. Zielvereinbarungen im Beruf, Ziele setzen beim Üben, Ziele mit der Band…Ziele

Viele Musiker haben Ziele. Manche sind eher klein und bescheiden, andere klingen eher wie große Utopien. Manchmal haben wir auch beides gleichzeitig…

Ich finde, Ziele werden überbewertet. Wir sollten sie sicherlich nicht abschaffen, aber nur dort einsetzen, wo sie von Nutzen sind. Und das sind sie nicht immer. Ich will zuerst meine Kritik etwas genauer darstellen, bevor ich konstruktive Vorschläge mache. Weiterlesen

Mikroentspannung

Wie geht es Euch, wenn Ihr schwierige Stücke übt, solche die Euch technisch herausfordern? Wie fühlt Ihr Euch bei Auftritten und Konzerten, die stressig sind? Schafft Ihr es, auch in turbulenten Situationen gelassen zu sein?Mikroentspannung

Vor vielen Jahren hatte ich als Gitarrenschüler ein prägendes Erlebnis. Dabei ging es doch nur um eine Kleinigkeit. Ich mühte mich mit einem Stück ab, weil darin einige recht schwierige Griffe vorkamen. Kaum war Griff 1 geschafft, kam schon der nächste, und meine linke Hand fühlte sich nach kurzer Zeit an als hätte ich Holz gehackt. Ich bin sicher, dass, egal auf welchem technischen Niveau Ihr spielt, Ihr auch auf Eurem Instrument schon ähnliche Erlebnisse hattet. Weiterlesen

Das Weiterspinnspiel (Sprachspiele, Musikspiele, Teil 2)

Im letzten Blogeintrag habe ich erzählt, dass Musik so spielerisch sein könnte wie Sprache, und zwar nicht erst wenn man die Technik beherrscht, sondern von Anfang an.Das Weiterspinnspiel

Und dafür habe ich mir das Weiterspinnspiel ausgedacht. Das geht so:

Voraussetzung dafür ist, dass Du ein wenig Übezeit hast. Eigentlich reichen schon 5 Minuten. Schön wäre es aber, dass Du es regelmäßig tust. Aber zum Thema „Üben – wann und wie oft“ komme ich an anderer Stelle. Hier nun die Spielregeln. Weiterlesen

Sprachspiele, Musikspiele (Teil 1)

Erinnere Dich kurz daran, wie es war als Du die ersten Wörter gelernt hast. Oder, wenn Dir die Erinnerung nicht mehr ganz so treu ist (was ich vermute!): Beobachte mal kleine Kinder was sie mit der Sprache tun.Weiterspinnspiel

Fällt Dir etwas auf?

Also mir fällt Folgendes auf: Kinder warten nicht mit dem Spielen, bis sie etwas beherrschen. Sie spielen von Anfang an. Spielen ist für sie lernen. Und so ist es auch mit den Wörtern:

Zuerst erfreuen sie sich riesig daran, ein neues Wort immer wieder zu benutzen. Die Dinge zu benennen. Sie sehen ein Auto und sagen „Auto“, und das hunderte Male. Sie probieren aus, was alles „Auto“ heißen kann. Sie zeigen auf einen Fisch und fragen: „Auto?“. Sie zeigen auf einen Baum, sagen „Auto!“ und lachen.

Und dann gibt es noch etwas. Weiterlesen

Langeweile für Musiker

„Bass spielen ist nichts für Leute die sich leicht langweilen.“ (Anthony Jackson)Das Zwei-Gläser-Modell

Manche Musiker langweilen sich bei scheinbar einfacher Musik. Oder wenn sie bei einem Auftritt (oder einer Probe) das Gefühl haben, unterfordert zu sein. Und, besonders schlimm, sie lassen es manchmal die anderen auch noch wissen. Dafür gibt es eine Reihe von Strategien: Stänkern, böse schauen, am Handy surfen, aber auch: Die Harmonien verändern und absichtlich komplex spielen, damit die anderen nicht mehr mitkommen, oder umgekehrt absichtlich stupide spielen, und so weiter (wer weiß noch was?). Ich gebe zu: Mir ist das auch schon passiert.

Ich habe eine Hypothese, warum das so ist, und gleich auch noch drei Vorschläge, zum Ausprobieren.

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Klinge wie auf der CD!

Neulich habe ich in einem Heft mit, wie ich finde, sehr gelungenen und guten Etüden im Vorwort gelesen: „Übe diese Etüden so lange bis sie so klingen wie auf der CD“.

Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich Etüden schätze, weil die Autoren sich oft wirklich Gedanken gemacht haben, wie man eine musikalische oder technische Herausforderung in ansprechendes musikalisches Material packt. Und weil sie viele, viele Möglichkeiten bieten, an meinem Spiel zu arbeiten, Dinge auf verschiedene Arten auszuprobieren und mich zu entwickeln.CD

Leider steckt in diesem Vorwort aber etwas, das uns nicht nur in der Musik immer wieder begegnet, und das aus meiner Sicht dem Lernen eher hinderlich ist: Die Suche nach Perfektion.

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